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GHG protocol and SBTi GHG inventory – downstream related to semifinished products and contract manuf

I have a doubt regarding GHG protocol and SBTi GHG inventory.

CASE 1: the Company A produces semi-finished products (like PCBA, printed circuit board assembled with electronic components). Is it possible to avoid calculation of category 10 (Processing of Sold Products) and 11 (Use of Sold Products), according to GHG protocol and SBTi?
The fact is that it is basically impossible to evaluate emission related to the mounting and usage of PCBA (mounting can be done in several ways, components do not have any “own” energy consumption and both mounting and usage are totally out of control of the Company A). Also, no literature data can be found and it has to be considered that the company is producing many thousand of different products and final applications are all different.

CASE 2: the Company B produces in contract manufacturing (B2B manufacturing of a product with a given design; product will be marked with the customer company name).
Is it possible to avoid calculation of category 11 (Use of Sold Products), according to GHG protocol and SBTi?
The fact is that, even if the size of emission is relevant, since the Design is ownership of the customer, the Company A cannot have any Influence on the Use emissions (There isn’t any potential emissions reductions that could be undertaken or influenced by Company A), that is one of the criteria for relevance according GHG protocol.

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1 Kommentar
Luca Ragusa Beantwortete Frage 27. Oktober 2025

Hallo Luca,

Um Fall A ein wenig Kontext zu verleihen: Im Corporate Value Chain Accounting and Reporting Standard(https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards/Corporate-Value-Chain-Accounting-Reporing-Standard_041613_2.pdf) definiert das Treibhausgasprotokoll die Möglichkeit, nachgelagerte Emissionen auszuschließen, wenn die letztendliche Endverwendung der verkauften
Zwischenprodukte unbekannt sein kann (Kapitel 6.4).

Hier ist der entsprechende Abschnitt:
"In bestimmten Fällen kann die letztendliche Endverwendung der verkauften Zwischenprodukte unbekannt sein. So kann ein Unternehmen beispielsweise ein Zwischenprodukt mit vielen potenziellen nachgelagerten Anwendungen herstellen, von denen jede ein anderes THG-Emissionsprofil aufweist, und nicht in der Lage sein, die mit den verschiedenen Endverwendungen des Zwischenprodukts verbundenen nachgelagerten Emissionen vernünftig zu schätzen. In einem solchen Fall können Unternehmen offenlegen und begründen
den Ausschluss der nachgelagerten Emissionen aus den Kategorien 9, 10, 11 und 12 im Bericht begründen (sollten aber nicht selektiv eine Teilmenge dieser Kategorien ausschließen).

Das Kapitel enthält auch ein Beispiel dafür, wann Emissionen ausgeschlossen werden können.

Die Norm unterstreicht jedoch auch den Grundsatz der "Relevanz": Es muss sichergestellt werden, dass das Treibhausgasinventar die Treibhausgasemissionen des Unternehmens angemessen widerspiegelt und den
den Entscheidungsfindungsbedarf der Nutzer - sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens.

Wenn Sie nachgelagerte Emissionen ausschließen möchten, sollten Sie dennoch eine (zumindest qualitative) Bewertung des potenziellen Ausmaßes der offengelegten Emissionen abgeben und erläutern, warum Sie glauben, dass der Ausschluss die Fähigkeit der Bewertung, internen und externen Interessengruppen zu dienen, nicht beeinträchtigen wird.